Ryder-Cup-Sieger Paul Lawrie

Mit Paul Lawrie kommt ein British-Open-Champion und Ryder-Cup-Gewinner zu den Murhof Legends!

Paul Lawrie hatte bei einem der größten Dramen der Golf-Geschichte zunächst nur eine Nebenrolle gespielt, am Ende war der Schotte bei den British Open 1999 in Carnoustie aber der umjubelte Held. Aber alles der Reihe nach: Lawrie sicherte sich erst wenige Tage vor dem Major in seiner engeren Heimat bei einem 36-Loch-Qualifikationsturnier in Downfield einen Startplatz für „The Open Championship“. In den ersten drei Runden spielte er solide, vor dem Schlusstag deutete bei zehn Schlägen Rückstand (!) allerdings kaum etwas auf einen Triumph von Lawrie hin – doch dann sollten sich die Ereignisse förmlich überschlagen.

Jean Van de Velde sah am Finaltag bereits wie der sichere Sieger aus, ehe der Franzose seinen komfortablen Vorsprung von drei Schlägen auf dem Par 4 der 18. Bahn einerseits mit schlechten Schlägen, andererseits mit haarsträubenden Fehlentscheidungen verschleuderte. So schaffte es Lawrie dank einer grandiosen 67er-Schlussrunde doch noch in ein 4-Loch-Stechen mit Van de Velde und dem US-Amerikaner Justin Leonard, das er am Ende unter dem frenetischen Jubel der schottischen Fans für sich entschied.

„Ich kann mich an jeden Schlag im Play-off noch ziemlich gut erinnern. Es hat geregnet, war ziemlich kalt und das Stechen hat erst sehr spät begonnen. Dazu herrschte am Platz das reine Chaos, Hunderte von Zuschauern standen innerhalb der Absperrungen. Es war Wahnsinn, was sich da abgespielt hat“, erinnert sich Lawrie an die größte Sternstunde seiner Karriere zurück. „Ich war trotzdem sehr ruhig und klar in meinen Gedanken. Du machst einfach mit deiner Arbeit weiter. Deshalb schlägst du Bälle und dafür trainierst du, um eine solche Gelegenheit zu bekommen und auch zu nützen. Das ist mir in dieser Situation zum Glück auch gelungen“, ergänzt Lawrie.

In Summe stehen acht Turniersiege für Paul Lawrie auf der European Tour in den Rekordbüchern. Seinen Premierenerfolg feierte er 1996 bei den Catalan Open in Spanien. Bis 2002 holte er sich vier weitere Siegerschecks. Danach musste er neun Jahre warten, ehe 2011 und 2012 drei weitere Triumphe folgten. In diese Phase fiel auch Lawries zweite Teilnahme am Ryder Cup, den er 2012 mit Europa auf US-Boden in Medinah nach einer denkwürdigen Aufholjagd mit 14,5:13,5 gewann. Besondere Bedeutung erlangte dieser Sieg dadurch, dass die Europäer in den Einzelmatches einen Rückstand von vier Punkten noch in einen Triumph verwandeln konnten. In der Ryder-Cup-Geschichte war es das erste Mal, dass dies einer Mannschaft in einem Auswärtsspiel gelang. Auf europäischer Seite ging dieses Husarenstück als „Miracle of Medinah“ in die Golf-Historie ein. Lawrie hatte mit einem „5 & 3“-Erfolg über Brandt Snedeker einen großen Anteil an diesem Wunder.

Mittlerweile ist Lawrie, der am 1. Jänner dieses Jahres seinen 50. Geburtstag gefeiert hat, auch auf der Staysure Tour angekommen. Ausgerechnet bei den Scottish Senior Open feierte er unlängst vor heimischem Publikum seinen ersten Sieg.  Er wolle in der Gesamtwertung vorne mitspielen, am besten mit Siegen – gut möglich, dass er da am Murhof gleich einmal „nachlegt“.

„Ich habe schon immer gerne zu Hause in Schottland gespielt. Das ist mein vierter Heimsieg, ich bin richtig stolz auf diesen Erfolg“, so Lawrie über seine Premiere auf der Staysure Tour.

Er wolle in der Gesamtwertung vorne mitspielen, am besten mit Siegen – gut möglich, dass er da am Murhof gleich einmal „nachlegt“.

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